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Strom und Fernwärme

Seit 1996 nutzt die MVK die beim Verbrennen entstehende Energie sehr effizient zur Fernwärme- und Stromproduktion (Energieeffizienzfaktor R1=1,28 (Wert 2025),Kreislaufwirtschaftsgesetz). Pro Jahr werden in der MVK im Kraft-Wärme-Kopplungsprozess 29.000 MWh Strom und 229.000 MWh Wärme (Werte 2025) erzeugt und in die Versorgungsnetze eingespeist. Damit liefert die MVK etwa 20 % des Jahresbedarfs an Fernwärme für das Fernwärmenetz der Kieler Stadtwerke.

Strom und Wärme aus Abfall

Schematische Seitenansicht des Werkstattwagens der MVK. Ein Nissan-NV200.
Werkstattwagen der MVK: Ein Elektrofahrzeug, betrieben mit Strom aus Abfall.

Die Landeshauptstadt Kiel hat sich als Klimaschutz-Ziel vorgenommen, bis 2050 den Ausstoß von klimaschädigenden Treibhausgasen um 95 % (Ausgangsjahr 1990) zu reduzieren und den Endenergieverbrauch zu halbieren. Die Müllverbrennung Kiel leistet dazu einen wichtigen Beitrag. Sie wandelt mit einer im Bundesvergleich sehr guten Energieeffizienz die im Abfall enthaltene Energie in die nutzbaren Energien Fernwärme und Strom um (Energieeffizienzfaktor R1=1,28 (Wert 2025), Kreislaufwirtschaftsgesetz).

Nach einer Berechnungsvorschrift des Umweltbundesamtes bestehen die Kieler Siedlungsabfälle zu 50,86% (Wert 2025, Umweltbundesamt) aus biogenen Brennstoffen. Somit kann die Müllverbrennung Kiel zur Hälfte als ein Biomasse-Heizkraftwerk angesehen werden.

Der Strom aus diesem Anteil zählt nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz zu den erneuerbaren Energien. Die Wärme aus diesem Anteil gilt nach dem Wärmeplanungsgesetz als Wärme aus erneuerbaren Energien. Die Wärme aus dem nicht biogenen Abfallanteil ist keine erneuerbare Energie. Sie ist nach dem Wärmeplanungsgesetz für die Wärmeplanung und die Dekarbonarisierung der Wärmenetze der „unvermeidbaren Abwärme“ gleichgestellt, weil unsere Anlage den Abfall energetisch verwertet (Energieeffizienzfaktor R1=1,28 (Wert 2025), Kreislaufwirtschaftsgesetz).

Energieeffizienz

Auf einer Karte von Kiel farblich hervorgehoben das Fernwärmenetz der Stadtwerke Kiel
Das Kieler Fernwärmenetz - Quelle: Stadtwerke Kiel AG

Die MVK erreicht einen energetischen Netto-Wirkungsgrad von 68 % im Jahresmittel (Wert 2025). Das heißt 68% (Wert 2025) der im Abfall enthaltenen Energie wandelt die MVK in die Nutzenergien Strom und Wärme um.

Bundesweit wird jährlich die Energieeffizienz der Abfallverbrennungsanlagen ermittelt und den Genehmigungsbehörden mitgeteilt. Die MVK ist im Vergleich der jährlichen „Energieeffizienzfaktoren R1“ eine der energieeffizientesten Anlagen Deutschlands.

Ausgleichsenergie für schwankende regenerative Stromerzeugung

Ausschnitt eines Bildes vom Rotor-Kopf einer modernen Windkraftanlage
Die Stromerzeugung aus Wind und Sonne weist witterungsbedingt größere Schwankungen auf.

Der regenerativ erzeugte Stromanteil betrug im Jahr 2025 in Deutschland 55% (Schleswig-Holstein 90%). Da Wind und Sonne sehr schwankende Energielieferanten sind, werden ergänzend witterungsunabhängige Erzeugungsanlagen für die elektrische Energieversorgung in Deutschland benötigt. Hier liefert die MVK einen Beitrag mit der kontinuierlichen und wetterunabhängigen Stromeinspeisung von 29.000 MWh (Wert 2025) über das ganze Jahr.

Davon sind 50,86 Prozent (Wert 2025) regenerativ erzeugter Strom (Herkunftsnachweis vom Umweltbundesamt),

Optimierung der Anlage

Sicht in den Müllbunker mit gepresstem Müll.

Die MVK versteht sich als innovatives, dem Umweltschutz verpflichtetes Unternehmen. Daher ist die kontinuierliche Optimierung der Anlage Arbeitsalltag für die engagierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Durch die Umstellung der Sekundärluftgebläse von Drosselregelung auf Drehzahlregelung (2019) sowie die Umstellung der Bunkerbeleuchtung auf LED-Lampen (2024) wird jährlich eine zusätzliche Strommenge von ca. 440 MWh in das Stromnetz eingespeist.